DISCLAIMER: Bevor ihr den Text lest, behaltet im Kopf dass ich in keinster Weise Gewalt gegen Tiere unterstütze, ich schildere die Sachlage und stelle dar wie die Situation ist.
Momentan gehen auf Facebook wieder einige Bilder von irgendwelchen mit Blut beschmierten Hunde rum die wegen der EM 2012 in Polen und der Ukraine angeblich ohne Grund getötet werden. Die Diskussionen dazu befinden sich meist auf BILD-Zeitung-Niveau von wegen “die armen Hunde”, “man muss die retten” (am Besten alle auf einmal) usw. Allerdings muss man dabei einen Unterschied zwischen Hunden und Hunden machen. In Mitteleuropa kennt man Hunde als liebe Haustiere, in Osteuropa und auch Südeuropa sieht das anders aus. Dort laufen Hunde frei auf den Straßen herum. Wie bei uns Tauben oder Ratten. Betrachten wir die Hunde, also Straßenhunde mal etwas genauer.
Als aller erstes müsste man sich im Klaren sein, ob die Straßenhunde eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. – sie tun es! Quasi alle der Straßenhunde sind nicht geimpft und können somit die Tollwut und andere Krankheiten übertragen. Diese Hunde kann man kaum mit einem häuslichen Mops oder dem familiären Golden Retriever vergleichen. Diese Arten, die auf den Straßen leben sind aggressiv und schnell reizbar, vor allem aufgrund der Nahrungsknappheit auf den Straßen. Da bekommt der Hund nicht drei Mal am Tag seinen Napf vom Herrchen aufgefüllt. Die Hunde müssen ihr Fressen in den Großstadtwüsten selbst auftreiben. Die Hunde greifen somit Menschen an, vor allem aber Kleinkinder, weil sie eine „leichte Beute“ sind. In den Städten verbreiten die Hunde Angst und stellen eine Gefahr dar. Aus meinem Bekanntenkreis haben 80% richtige Angst vor Hunden, auch wenn sie angeleint sind. Wie ist es dann mit freilaufenden, wilden Hunden?
Aus biologischer Sicht kann man sagen, dass jedes gegenwärtige Tier auf dieser Erde zu einer ökologischen Nische gehört, sie haben einen Selektionsvorteil und gehören somit zu einer geschlossenen Nahrungskette. Stirbt Tier A aus, wird somit das Tier B das aus einem höheren Rang ist ebenfalls bedroht, da Tier B, Tier A frisst. Somit werden alle Tiere auf der Erde eingeschlossen. Jetzt würde es einen interessieren in welche Nische die Straßenhunde gehören, ob sie einen bestimmten Selektionsvorteil haben, wie z.B. der Maulwurf, der unter der Erde lebt und Würmer frisst. Man weiß ja, dass der Hund vom Wolf abstammt und von unseres Vorahnen „häuslich“ gemacht wurde. Ist der Straßenhund ein Haustier oder ein Wildtier wie der Wolf? Nach Darwins Theorien weiß man, dass sich Tiere eine Eigenschaft aneignen können und somit einen bestimmten Selektionsvorteil in der Natur haben , diese Eigenschaften können aber nicht innerhalb von 50 Jahren wieder rückgängig gemacht werden. Also können Straßenhunde nicht wieder zu Wölfen werden die in Wäldern leben. Deshalb sterben diese Wildhunde auch oft im Winter aufgrund der Kälte, verhungern Qualvoll oder sterben an einer langen schmerzvollen Krankheit.
Gerade in diesen Ländern wo es Hunde gibt wie bei uns Tauben liegt einfach nicht das Verständnis von einem “Haustier” vor und dementsprechend grausam werden sie getötet. Man sollte lieber an dem wie, also an der Methode, als an dem ob etwas ändern. Der Mensch hat immerhin den Hund in diese Lage gebracht, nun ist er auch in der Verantwortung etwas dagegen zu tun. Und das nicht indem man sie auf der Straße verenden lässt, sondern andere Methoden findet. Mit der EM, so wie es oft dargstellt wird, hat das übrigens recht wenig zu tun.

